Im dämmernden Licht
sehe ich das Spiegelbild nicht.
Das Bild voller Qualen, dessen Anblick ich
nicht mehr ertragen kann.
Zu tief sitzt der Hass auf mich selbst,
als dass ich ihn noch irgendwie überwinden könnte.
Und dennoch bringt er keine Linderung.
Hat er mich doch schon so oft davor bewahrt,
in dieses verhasste Loch aus Trauer und Frustration zu fallen,
ist er diesmal die Hand,
die mich hineinstößt.
Und eben dieser Stoß ist es,
der mein Herz zerbersten lässt.
Tausende von Scherben liegen nun am Boden verstreut,
unmöglich sie zu umgehen.
Um voran zu kommen und einen neuen Weg zu bestreiten
Muss ich zuerst dieses Tal aus Scherben,
die einst meine Gestalt formten, durchqueren.
Und unter Schmerzen quäle ich mich nun voran.
Mit jedem Schritt werden die Wunden tiefer
Und mit jedem Tropfen Blut, den ich verliere werde ich schwächer und älter.
Wenn ich das Ende je erreichen sollte,
dann nur als Schatten meiner selbst.
Und dieser schatten wird daran zugrunde gehen,
dass ihn kein Lichtstrahl mehr erreichen wird
um ihn zu nähren und zu stärken.
Vom Winde wird er hinfortgetragen.
Und sein Jammern wird auf ewig verstummen,
denn tote Worte halten still.
Freitag, 18. April 2008
Dämmerung
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