Dienstag, 22. Januar 2008

Kampf und Leid

Ich gab mich einst den irdischen Freuden und Versuchungen hin und verfiel so manchen von ihnen.
Dies bereitete mir den Weg in mein Verderben.
Der Pfad war lang und steinig, doch ich musste ihn begehen, da eine Umkehr ausgeschlossen war.
Nun bin ich fast an seinem Ende angelangt und doch wird mir der Durchgang zur Erlösung verwährt.
Ich liebte einst und schimpfte mich glücklich und zufrieden.
Ich erlag der Versuchung des Materielen, als auch der Lust des fleischlichen.
Und es brachte mir nur Leid und Schmerzen, von unvergleichlichem Ausmaße.
Ich bekam die Möglichkeit dem ein Ende zu setzen, doch als ich mich dazu entschloss sie beim Schopf zu packen, schlug man mir die Hände ab.
Ich versuchte sie zu sehen und zu erkennen, doch man brannte mir die Augen aus.
Ich wollte sie hören und verstehen, doch man machte mich taub.
Ich wollte sie um Hilfe bitten, doch man riss mir die Zunge heraus.
Nun stehe ich hier, am Ende des Pfades, blind, taub, stumm und unfähig mich zu wehren.
Und ich werde von denen die mir einst alles bedeuteten mit Füßen getreten und in die Knie gezwungen.
Und dennoch bleibt es mir verwährt dahinzuscheiden.
Doch ich verachte den Tod und all seine Lakaien und stehe wieder auf um ihnen mit erhobenem Haupte entgegenzutreten, auf dass sie mir auch dieses nehmen und mich endlich erlösen.