Donnerstag, 21. August 2008

Zitate - Part II

"Wähle den Mann, der am wenigsten verspricht. Er wird dich am wenigsten enttäuschen."



Bernard Baruch (1870-1965)
US-Bankier und Regierungsberater


Wenn man diesem Zitat glauben schenkt, wäre ich der ideale Traummann.

Samstag, 26. April 2008

Ein Menschenleben ...

"Wer nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt."

Spruch aus dem Talmud

Anlass:
Der Genuss eines cineastischen Meisterwerks, in welchem dieser Spruch eine visuelle Bedeutung verliehen bekommt.




Freitag, 18. April 2008

Dämmerung

Im dämmernden Licht
sehe ich das Spiegelbild nicht.
Das Bild voller Qualen, dessen Anblick ich
nicht mehr ertragen kann.
Zu tief sitzt der Hass auf mich selbst,
als dass ich ihn noch irgendwie überwinden könnte.
Und dennoch bringt er keine Linderung.
Hat er mich doch schon so oft davor bewahrt,
in dieses verhasste Loch aus Trauer und Frustration zu fallen,
ist er diesmal die Hand,
die mich hineinstößt.
Und eben dieser Stoß ist es,
der mein Herz zerbersten lässt.
Tausende von Scherben liegen nun am Boden verstreut,
unmöglich sie zu umgehen.
Um voran zu kommen und einen neuen Weg zu bestreiten
Muss ich zuerst dieses Tal aus Scherben,
die einst meine Gestalt formten, durchqueren.
Und unter Schmerzen quäle ich mich nun voran.
Mit jedem Schritt werden die Wunden tiefer
Und mit jedem Tropfen Blut, den ich verliere werde ich schwächer und älter.
Wenn ich das Ende je erreichen sollte,
dann nur als Schatten meiner selbst.
Und dieser schatten wird daran zugrunde gehen,
dass ihn kein Lichtstrahl mehr erreichen wird
um ihn zu nähren und zu stärken.
Vom Winde wird er hinfortgetragen.
Und sein Jammern wird auf ewig verstummen,
denn tote Worte halten still.

Montag, 24. März 2008

Stille Gedanken

...
Ein Jahr ist es nun her, dass ich bei dir am Bett im Krankenhaus saß und deine Hand gehalten habe, als du einschliefst.
Wir wussten beide, dass dies das letzte mal sein würde, dass wir uns sehen.
Und trotzdem fiel keine einzige Träne.
Auch auf der Beerdigung, die einer Apokalypse gleichkam, fiel keine Träne.
Ich denke jeden Tag noch an dich, an das was wir erlebt haben und auch an deine kleine Tochter, die ich immernoch nicht sehen darf, obgleich ich ihr Patenonkel bin.
Ich würde dir gerne noch einen kleinen Nachruf schreiben, doch verhindert meine momentane Gefühlslage und innerliche Verwirrung auch nur eine einzige Zeile, die ausdrücken könnte, was ich empfinde...
Daher bin ich einmal mehr so frei und klaue einen Text, der nicht meiner Feder entstammt.

Ich werde die Erinnerungen an dich ewig aufrecht erhalten Caro, mein Engel !
Und ich schwöre bei allem was mir heilig ist, dass ich mich auch um deine Tochter kümmern werde, wie ich es dir versprochen hatte bevor du eingeschlafen bist und wenn es mich alles kostet was ich habe !

Ruhe in Frieden und bleib auch nach dem Tode so glücklich wie du immer warst !

Mittwoch, 5. März 2008

Sieben

Was sind wir doch für kranke, lächerliche Puppen,
die auf einer winzig kleinen Bühne tanzen.
Und was haben wir doch für einen Spaß
beim ficken und beim tanzen, völlig sorgenfrei,
weil wir nicht ahnen, dass wir nichtig sind -
Wir sind nicht was wir sein sollten.

Dienstag, 22. Januar 2008

Kampf und Leid

Ich gab mich einst den irdischen Freuden und Versuchungen hin und verfiel so manchen von ihnen.
Dies bereitete mir den Weg in mein Verderben.
Der Pfad war lang und steinig, doch ich musste ihn begehen, da eine Umkehr ausgeschlossen war.
Nun bin ich fast an seinem Ende angelangt und doch wird mir der Durchgang zur Erlösung verwährt.
Ich liebte einst und schimpfte mich glücklich und zufrieden.
Ich erlag der Versuchung des Materielen, als auch der Lust des fleischlichen.
Und es brachte mir nur Leid und Schmerzen, von unvergleichlichem Ausmaße.
Ich bekam die Möglichkeit dem ein Ende zu setzen, doch als ich mich dazu entschloss sie beim Schopf zu packen, schlug man mir die Hände ab.
Ich versuchte sie zu sehen und zu erkennen, doch man brannte mir die Augen aus.
Ich wollte sie hören und verstehen, doch man machte mich taub.
Ich wollte sie um Hilfe bitten, doch man riss mir die Zunge heraus.
Nun stehe ich hier, am Ende des Pfades, blind, taub, stumm und unfähig mich zu wehren.
Und ich werde von denen die mir einst alles bedeuteten mit Füßen getreten und in die Knie gezwungen.
Und dennoch bleibt es mir verwährt dahinzuscheiden.
Doch ich verachte den Tod und all seine Lakaien und stehe wieder auf um ihnen mit erhobenem Haupte entgegenzutreten, auf dass sie mir auch dieses nehmen und mich endlich erlösen.

Freitag, 4. Januar 2008

2007 - Das Jahr der Katharsis

Man denkt es gibt Jahre, die können nicht übertroffen werden, aber es geht doch.
Gesetz dem Spruch "Egal wie gut man ist, es gibt immer jemanden, der noch besser ist", kann man das auch auf Jahre anwenden...und vor allem im invertierten Sinne.
2006 war ja schon eine herbe Enttäuschung aus meiner Sicht mit der verkorksten Beziehung, die mich am Ende fast zerstört hat, den ständigen Krankenhausaufenthalten und der ständigen psychischen Belastung.
Aber 2007 fing bei weitem "besser" an...
Erst die Hirntumordiagnose, dann der Tod einer guten Freundin, mit der ich zusammenziehen wollte um in Stuttgart meine Ausbildung zu machen und abschliessend der zweite Anlauf und das erneute lächerliche Ende der Beziehung mit meiner Ex.
So ein Quartal wünscht man sich doch.
Mit dem Hirntumor im Hinterkopf, dachte ich mir, wenn er schon nich entfernbar ist, machst du eben nochmal ordentlich einen drauf und geniesst dein Leben ein letztes mal in vollen Zügen.

Später sollte sich rausstellen, dass das ein fataler Irrglaube war.
Dank einer überraschenden Wendung konnte der Tumor doch entfernt werden ohne Schäden zu verursachen und ich saß auf einem Berg schulden fest, der mir noch einige Jahre anhaften wird.

Nebenbei muss ich ein Geständnis ablegen.
Der Tumor hat sich nicht selber zerstört, wie ich es anfangs gesagt habe.
Er hat sich zwar zurückentwickelt aber die Wahrscheinlichkeit, dass er von sich aus verschwinden würde war praktisch 0 !
Ich habe die Behandlung gemacht und da es schneller ging als erwartet und mein Stolz sowieso schon angekratzt war dachte ich mir in meinem üblichen Leichtsinn ich nutze es und spiele das ganze etwas herunter.
Der Tumor ist weg, aber mit medizinischer Hilfe.
Ich möchte mich an dieser Stelle für diese Lüge bei allen betroffenen entschuldigen, aber ich bin eben auch nur ein Mensch und bin mir selbst der nächste ... mein Wohl steht bei mir im Vordergrund und ich dachte dies würde dazu beitragen ... im Nachhinein war es eher das genaue Gegenteil.
Verzeiht mir!

Nach vielen weiteren Strapazen und unzähligen Rechnungen, die gezahlt werden wollten und ständigen Absagen auf Bewerbungen, kam dann endlich mal ein Lichtblick.
Ein Ausbildungsplatz!
Nicht in der Metallindustrie wie zuerst geplant sondern ein völlig anderer Berufsweg.
Ich wurde an der Europäischen Medien und Event Akademie in Baden Baden angenommen, zog gegen Ende des Jahres dorthin und mache nun seit September hier meine Ausbildung als Eventmanager.
Die einzige bisher positive Konstante, die ich aus dem letzten Jahr ziehen konnte.

Trotzallem gab es noch einige Rückschläge.
Die Begegnung mit einem Blitzer auf der Fahrt nach Wacken, die mich nun meinen Führerschein und ne Menge Geld kostet oder meine erste Gerichtsverhandlung als Angeklagter wegen eines Vorwurfs der Staatsanwaltschaft, dass ich einen Betrugsversuch vorgenommen hätte.
Hat mich ne Menge Geld und Nerven gekostet. -.-

Und zum krönenden Abschluss sind im Dezember nochmal 2 Freunde binnen kurzer Zeit gestorben und an deren Tod gebe ich mir sogar mit Schuld, auch wenn immer alle sagen es würde nicht stimmen.

Doch was hat all dies mit dem Titel zu tun?
Nichts. Stimmt.
Aber dazu komme ich jetzt!
2007 habe ich viele Freunde gefunden und verloren und anhand der Geschehnisse fand eine natürliche Selektion statt, die mir aufgezeigt hat wer ein wahrer Freund ist und wer nur mich ausnutzen wollte.
An dieser Stelle gilt mein tiefster Dank an all jene, die zu mir gestanden haben, meine Entscheidungen respektiert haben, egal wie krankhaft sie klangen und mich unterstützt und beschützt haben.
Vor allem den Leuten aus der MSF und speziell meinem Bruder Andy gilt mein tiefster Dank, denn du hast wirklich an mich geglaubt und mir gezeigt was Respekt ist!
Auch meiner Schwester Patricia möchte ich danken, für die Freude, die sie mir bereitet und für ihre Aufrichtigkeit, sie hat mir gezeigt was es heisst für jemanden da zu sein wenn er einen wirklich braucht!

Diese Katharsis bleibt hoffentlich nicht einzigartig sondern sollte von nun an jedes Jahr wirken.
Damit wäre mir und allen um mich herum mehr als geholfen und unser aller Leben wäre um eine Sorge erleichtert.

In diesem Sinne,
Cheers Bitches
Auf ein neues grauenvolles Jahr, das bereits mehr als bescheiden gestartet ist!

Gezeichnet
Labo

Donnerstag, 29. November 2007

Gebrauchsanweisung für Zahnstocher

„Stäbchen nahe seiner Mitte packen. Spitzes Ende im Mund anfeuchten. In Zahnzwischenraum einführen, stumpfe Seite dicht am Zahnfleisch. Vorsichtig hin und her bewegen.“
-
„Mir schien“, sagte Wonko der Verständige, „eine Zivilisation die so weit den Verstand verloren hat, dass sie eine Reihe detaillierter Anweisungen nötig hat, um ein Päckchen Zahnstocher zu benutzen, ist keine Zivilisation, in der ich noch leben und bei Verstand bleiben kann.“




[Auszug aus "Per Anhalter Durch Die Galaxis - Macht's Gut, Und Danke Für Den Fisch" von Douglas Adams]

Dienstag, 6. November 2007

Vereinsamt

Die Krähen schrei'n
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnei'n –
Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat!

Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts ach! wie lange schon!
Was bist du, Narr,
Vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt – ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer Das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends Halt.

Nun stehst du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg', Vogel, schnarr'
Dein Lied im Wüsten-Vogel-Ton!
Versteck' du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrei'n
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnei'n –
Weh dem, der keine Heimat hat!


Friedrich Nietzsche

Montag, 5. November 2007

Requies Filii

das leben spricht in zungen,
welche ich nicht
zu verstehen vermag...

manchmal
lege ich mich nieder,
um zu sterben und zu Dir zu kehren.
doch erleide ich bereits täglich
zig tode der sehnsucht nach Dir.

kannst Du es spüren?

wir schufen eine schützende burg
im tiefsten dunkel unseres schicksals
inmitten ein Dir gerechter thron,
erbaut aus liebe und stolz

doch hoffnung schien hier nicht willkommen
nur dem tode junger gast die erlösung.

die zeit war das gift in unserem traum
nun sind meine tränen nur flüssiger staub
in einem trockenen see.

denn im arm der tod von eigenen blut.
eine haut, die mir nicht passen will.
ob nun gut oder recht, ich will es nicht!
doch schien es Deine zeit um zu gehen...

es braucht eine sekunde
um lebewohl zu sagen,
doch augenscheinlich ein leben,
um abschied zu nehmen.

am ende werden wir uns wieder sehen
und zieren mich auch narben, wenn ich erneut erwache
denn meine seele ist von sehnsucht verbrannte erde

so lebe ich im stolz der erinnerungen,
Dich kennen gelernt zu haben.

Deine augen waren wie bücher, in denen ich las.
mein leben ist Dein name für die ewigkeit...

Heil Silas!

Interpret: Graupel
Album: Auf Alten Wegen ... (2005)